Mittwoch, 25. Januar 2012

Heute ist einer dieser Tage

die ich im Blog noch nie erwähnt habe. Denn Junior ist heute mal 'einfach so' zu Hause. Nein, das ist nicht ganz richtig, denn 'einfach so' geht es natürlich nicht. Mit der WfbM ist es seit fast  sechs Jahren abgesprochen, dass ich bei Vorkommnissen der heutigen Art telefonisch Bescheid gebe. Und damit ist die Sache geklärt.   Heute früh, 6.30 saß Junior  bereits fix und fertig im Rollstuhl und auch ich hatte mich in Winterkleidung gewandet - nun warteten wir nur noch auf den Kleinbus, der eigentlich jeden Moment vorfahren sollte.

Statt dessen kam unser ältester Sohn (von der Nachtschicht)  zu Fuß den Berg herauf und teilte uns mit, dass der Busfahrer am Fuße  unseres Steiges/Straßenberges vergeblich versuche, uns zu erreichen.

Vor Jahren noch gehörte es von Dezember bis März  häufiger  zum gewohnten Tageslauf, dass Junior (damals noch ein Schulkind) und ich (als betreuende Begleitperson) die Schule "schwänzten".

Und damit Ihr wisst, worum es denn geht, erzähle ich Euch eine wahre Geschichte aus längst vergangenen Schulzeiten:

Manche Menschen meinen, bei uns sei es sieben Monate lang Winter, die restlichen fünf Monate kalt. Das hat zwar nicht direkt etwas mit dem Unterricht zu tun,  aber ob uns der Schulbus  überhaupt wie geplant vor der Haustür abholen kann, ist für das Erreichen des Schulgebäudes im sechzehn Kilometer entfernten Nachbarort dann doch von großer Bedeutung.

Man stelle sich vor: Der Winter hat Einzug gehalten und es hat nicht nur am Tag, sondern auch die ganze Nacht hindurch geschneit (soll ja im Erzgebirge zuweilen vorkommen). Wir wohnen auf einem... naja nennen wir es Berg. Wenn es der Schneepflug bis zur planmäßigen Abfahrtszeit des Schülertransporters noch nicht  
geschafft hat, unseren Steig wenigstens notdürftig von den weißen Massen zu befreien, ist es jedem anderen Fahrzeug unmöglich, hier herauf zu fahren.

Mit Junior jedoch im Rollstuhl durch Schnee und Eis hinunter zu kommen, ist  fast noch aussichtsloser! Wir haben es zwar schon (zu zweit natürlich!) probiert und Erfolg gehabt. Aber...!!!  Zur  Mittagszeit nämlich einen Rolli bergauf schieben zu wollen (beziehungsweise zu müssen!) bei möglicherweise noch chaotischeren Verhältnissen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit und niemandem zuzumuten.

Und seit wir einmal im Bus sitzend  nach halb geschafftem Berganstieg wegen Glatteis unverhofft wie ein Schlitten rückwärts bergab gesaust waren und uns erst ein  Laternenmast abgebremst hat und zum Stehen brachte, unterlassen wir alle derartigen Experimente. So greife ich denn lieber zum Telefonhörer statt zur Schultasche und hoffe auf eine freundliche Stimme am anderen Ende. Und da wir dieses Problem etwa drei- bis viermal pro Jahr haben, vernehme ich, kaum dass ich meinen Namen genannt habe, ein verhaltenes Lachen. Man hat fast schon auf unseren Bescheid gewartet, denn bei der Schulleitung dort im “Hochgebirge“ sind die „Federbetten“ ohnehin noch intensiver ausgeschüttelt worden als bei uns.
Ich lasse mir Aufgaben durchsagen, die ich mit Junior während des Tages erledigen werde und schon ist alles geklärt...
 
22. März 2006
Frühling!
Frühling? Mitnichten!
Ein Blick aus dem Fenster und man wird eines Schlechteren belehrt.
Nichts mit „Schneeglöckchen im Februar..“
Stattdessen  Eisblumen an Autoscheiben und Verwehungen auf den Straßen.
Der vorhandene halbe Meter „Weiß“heit war am Morgen erneut von einer dünnen Zuckerschicht überzogen.
Freilich sieht die Welt dadurch hell und sauber aus. Und ein bezauberndes Bild bietet sich dort, wo die kahlen Laubbäume eine frische Kruste aus Raureif tragen.

Dabei schien doch drei Tage zuvor tatsächlich mal die Sonne! Eine Seltenheit in den vergangenen vier Monaten!
Auf den Straßen flossen bereits kleine Rinnsale aus Schmelzwasser. Denn die Kraft der Sonnenstrahlen ist schon gewaltig.
Vermutlich sind die Betreiber der Skilifte auch jetzt noch begeistert von der kalten Pracht, sorgt das Wetter doch nach wie vor für gut gehende Geschäfte an den Hängen.

Der Rest der Menschheit aber, für den das Bewältigen der Schneemassen (sprich Schaufeln!) ungewollt zur Hauptbeschäftigung der letzten Wochen wurde, hofft nun aber wirklich auf weitere Sonnentage.
Fast jeder hat inzwischen genug von der „weißen Invasion“, die bereits Dächer einstürzen ließ und chaotische Straßenverhältnisse bescherte. 
Anscheinend aber hat wohl jener Zeitgenosse recht, der uns letztens prophezeite: „Dieser Winter geht nahtlos in den nächsten über!“
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Alles klar?

1 x nette Worte:

  1. ja, alles klar! :o)

    der nächste Frühling kommt bestimmt und die Optik, beim Ausblick aus dem Fenster, ist grad bestimmt besonders toll...

    ich wünsche einen schönen Tag heute!

    lg johanna :o)

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